Manchmal sind die besten Bingokarten die, die sich die Spieler selbst machen. Gib allen ein leeres Raster und einen Stift, einigt euch auf ein Thema, und das Spiel dreht sich nicht mehr um Zahlen: Es wird ein Spiel über eure Klasse, eure Familie, euer Team oder eure Party. Die Wörter einzutragen ist schon der halbe Spaß, und niemand hat die Karten vor Spielbeginn gesehen, nicht einmal die Spielleitung.
Diese Anleitung zeigt, wie du leere Bingoraster kostenlos ausdruckst, wie ein Spiel abläuft, bei dem jeder seine eigene Karte ausfüllt, und was in die Felder passt.
Was ist Bingo zum Selbermachen?
Bingo zum Selbermachen ist ganz normales Bingo mit einem Unterschied: Die Karten sind am Anfang leer. Jeder Spieler bekommt ein 5×5-Raster mit B-I-N-G-O darüber und dem freien Feld in der Mitte und füllt die übrigen 24 Felder vor Spielbeginn aus. Dann liest die Spielleitung Wörter statt Zahlen vor, und wer als Erstes fünf markierte Felder in einer Reihe hat, gewinnt.
Weil jeder seine eigene Karte schreibt, gleicht keine Karte der anderen, und kein Computer muss etwas mischen. Du brauchst nur einen Drucker und ein paar Stifte: keine vorbereitete Wortliste und keine besondere Ausrüstung.
So erstellst du ein leeres Bingoraster
Du kannst ein Raster von Hand zeichnen, aber das braucht ein Lineal, eine ruhige Hand und viel Zeit, wenn du dreißig Karten brauchst. Ausdrucken geht schneller:
- Öffne unseren Generator für leere Bingokarten. Wortbingo ist schon ausgewählt und „Felder leer lassen“ angehakt.
- Wähle einen Hintergrund oder setze ein Häkchen bei „Schwarzweiß verwenden (druckerfreundlich)“, um Tinte zu sparen.
- Wenn du möchtest, lade ein Logo oder ein Foto für das Mittelfeld hoch. Sonst steht dort einfach „FREE“.
- Wähle ein Layout. Eine Karte pro Seite gibt die größten Felder, ideal für kleine Kinder und lange Wörter; vier Karten pro Seite sparen Papier, wenn die Wörter kurz sind.
- Wähle, wie viele Karten du brauchst (eine pro Spieler und ein paar Ersatzkarten für Verschreiber), lade das kostenlose PDF herunter und drucke es aus.

So wird gespielt: eure eigenen Bingowörter gemeinsam schreiben
- Einigt euch auf ein Thema. Alles, was die Gruppe gut kennt, funktioniert: die Vokabeln der Woche, die Familie, der Film, den ihr gleich schaut, das Büro, der Urlaub.
- Sammelt gemeinsam einen Wortpool. Alle rufen Vorschläge, und eine Person schreibt sie an ein Whiteboard, ein Flipchart oder auf ein Blatt Papier. Ziel sind 30 bis 50 Wörter (warum, steht unten bei den Tipps).
- Füllt die Karten aus. Jeder wählt 24 Wörter aus dem Pool und trägt sie in beliebiger Reihenfolge in sein Raster ein. Lasst den Pool sichtbar, damit die Schreibweise auf den Karten zu dem passt, was vorgelesen wird.
- Macht die Ziehzettel. Schreibt jedes Wort aus dem Pool auf einen eigenen Zettel, faltet die Zettel und legt sie in eine Schüssel, einen Hut oder einen Beutel.
- Spielt. Zieht einen Zettel nach dem anderen und lest ihn vor. Wer das Wort hat, markiert das Feld, und wer als Erstes eine Reihe, Spalte oder Diagonale voll hat, ruft „Bingo!“. Lasst die gezogenen Zettel auf dem Tisch liegen, damit ihr die Gewinnerkarte prüfen könnt.
Für ein längeres Spiel macht ihr nach dem ersten Gewinner weiter und spielt um zwei Reihen oder die volle Karte.
Eine Variante: Vorhersage-Bingo
Manche selbst gemachten Spiele brauchen weder Wortpool noch Spielleitung. Vor einer Party, einem Film, einem Spiel oder einer Autofahrt schreibt jeder 24 Dinge auf, die seiner Meinung nach passieren werden: „jemand verschüttet ein Getränk“, „der Torwart sieht Gelb“, „wir halten zweimal für Kaffee“. Ein Feld wird markiert, wenn es tatsächlich passiert, und wessen Vorhersagen zuerst eine Reihe ergeben, gewinnt.
Ideen für Bingo zum Selbermachen
- Rechtschreibung und Vokabeln. Schon das Eintragen der Wörter der Woche ist Übung. Lies dann Umschreibungen, Übersetzungen oder Beispielsätze vor und lass die Klasse das Wort finden.
- Mathe. Die Spieler schreiben 24 beliebige Zahlen aus einem Bereich, etwa von 1 bis 50; du liest Rechenaufgaben oder Fragen vor, und sie markieren das Ergebnis.
- Babypartys. Bevor die Geschenke ausgepackt werden, trägt jeder Gast 24 Geschenke ein, die die Eltern seiner Meinung nach bekommen: ein Lätzchen, ein Babyfon, ein Kuschelhase. Abgehakt wird, sobald das Papier fällt.
- Junggesellinnenabschiede und Hochzeiten. Sätze, die das Paar immer sagt, oder Momente, die ihr in den Reden erwartet.
- Familienfeiern. Opas Lieblingsgeschichten, der Satz, den jemand jedes Mal sagt, das Gericht, das jedes Jahr auf den Tisch kommt. Niemand außerhalb der Familie hätte diese Karten schreiben können.
- Autofahrten. Dinge, die man aus dem Fenster entdecken kann: ein rotes Auto, eine Kuh, eine Brücke, ein Wohnwagen.
- Film- und Fernsehabende. Sprüche, Wendungen und Klischees der Serie, die ihr gerade schaut.
- Sportspiele. Vorhersage-Bingo: ein Elfmeter, ein Kopfballtor, eine Auswechslung vor der Halbzeit.
- Kennenlernspiele. Jeder schreibt eine Tatsache über sich auf einen Zettel („ist einen Marathon gelaufen“, „spricht drei Sprachen“). Die Zettel werden zum Wortpool, die Spieler übertragen 24 davon in ihr Raster, und bei jedem gezogenen Zettel wird geraten, wer gemeint ist.
- Buchclubs. Figuren, Orte und Zitate aus dem Buch des Monats.
Tipps für ein reibungsloses Spiel
- Nehmt 30 bis 50 Wörter in den Pool. Bei genau 24 steht auf jeder Karte jedes Wort und nur die Reihenfolge unterscheidet sich, sodass bei einer vollen Karte alle beim selben Zettel gewinnen. Ein größerer Pool macht jede Karte anders.
- Schreibt deutlich. Andere Spieler müssen eure Karte vielleicht lesen, wenn ein Gewinn geprüft wird.
- Verwendet die Karten wieder. Steckt die ausgedruckten Raster in Klarsichthüllen oder laminiert sie und schreibt mit Whiteboard-Markern. Nach dem Spiel werden sie für das nächste Thema abgewischt.
- Markiert die Felder mit Stickern, Münzen, Knöpfen oder einem Stift in einer anderen Farbe, damit das handgeschriebene Wort lesbar bleibt.
- Druckt ein paar Ersatzkarten aus, denn irgendwer will immer neu anfangen.
Leere Karten oder gedruckte Wörter?
Leere Raster sind die richtige Wahl, wenn das Schreiben der Wörter Teil des Spiels ist. Wenn nicht (eine große Gruppe, wenig Zeit oder Spieler, die noch nicht schreiben können), lass den Generator die Arbeit machen: Wortbingo druckt deine eigene Liste in jeweils anderer Reihenfolge auf jede Karte. Beides lässt sich auch kombinieren. In der Wortliste bleibt eine Zeile mit nur einem Leerzeichen auf der Karte leer, so kannst du die Wörter drucken, die jeder haben muss, und ein paar Felder für die eigenen Ideen der Spieler frei lassen.